| 1045 | Erste urkundliche Erwähnung. Die Bezeichnung des früheren Gutshofes Columbaria taucht erstmals als Dorf- und Siedlungsname auf: «Cholunbari», «Chulenbare». |
| ca. 1350 | Zur Pfarrei Kulm gehört ab etwa 1350 die Marien-Kaplanei zu Zetziwil. |
| 1491 | Neu gehört die Schlosskapelle Trostburg in Teufenthal zur Pfarrei Kulm. |
| 1500 | Der Kirchenturm wurde erhöht. Nebst einem fünfstimmigen Geläute ist im Turm auch die älteste heute (1990) noch im Betrieb stehende Turmur des bekannten Winterthurer Uhrmachers Laurentz Liechti installiert.
Erbaut wurde sie im Jahre 1530. |
| 1528 | Bis zum Jahre 1528 war die Bevölkerung von Unterkulm katholisch. Dann führten die Berner durch Rudolf Kissling, Kilchherr zu Kulm, trotz anfänglichem Widerstand, die Reformation ein.
Seither ist der grösste Teil der Bevölkerung reformiert. |
| 1565 | Das Kirchenspiel Kulm eröffnete die erste Schule. Die ersten Schulmeister waren wandernde Gesellen. |
| 1803 | Mit der Gründung des Kantons Aargau fiel Unterkulm die Ehre zu, als Hauptort des Bezirks Kulm bestimmt zu werden. Mit der Würde folgte aber auch die Bürde. Es fehlten damals nähmlich
an Räumlichkeiten für die Unterbringung des Bezirksamtes und des Bezirksgerichtes. Der erste Bezirksammann, Karl Friedrich von May - mit Wohnsitz auf dem Schloss Rued -, musste die Sitzungen
in einer Unterkulmer Wirtschaft abhalten und das Archiv in seinem Schlosse unterbringen. Das Bezirksgefängnis befand sich im alten Schulhauskeller. Die Gerichtskanzlei wurde im Landhaus des Müller
Nobs («Lindenhof») und das Gerichtslokal in der Wirtschaft «zur Sonne» (später «Café zur Post») eingerichtet |
| 1814 / 1815 | Der Ausbau der Ruederstrasse (heute Brandholzstrasse) erfolgte. |
| 1817 | Die Textilindustrie liess sich in Unterkulm nieder. |
| 1818 | Am 10. Juni bewilligten der Bürgermeister und Kleiner Rat das Kanton Aargau der Gemeinde Unterkulm die Abhaltung von zwei Jahr- und Viehmärkten, von denen einer auf den zweiten Freitag im April und der andere auf den
letzten Freitag im Oktober festgelegt wurde. Im Laufe der Jahre erfuhr das Marktrecht durche weitere Bewilligungen der Regierung eine Erweiterung auf insgesamt vier Waren- und Viehmärkte und zwei reine Viehmärkte.
Nach dem zweiten Weltkrieg verloren die Viehmärkte immer mehr an Bedeutung und fallen heute ganz aus. Die Warenmärkte erfreuen sich jedoch nach wie vor einer grossen Anziehungskraft. |
| 1823 / 1824 | Der Ausbau der Wynental-/Hauptstrasse erfolgte. |
| 1828 | Grossbrand in der Baumwollspinnerei. |
| 1831 | Das Schulhaus Wannenhof wurde erbaut. |
| 1834 | Nach langwierigen Beratungen und Verhandlungen liess die Gemeinde Unterkulm das heutige Bezirksgebäude erbauen, damit die Bezirksstellen unter einem Dach vereinigt werden konnten. |
| 1842 | Das Primarschulhaus wurde erbaut. |
| 1848 | Grossbrand in der Baumwollspinnerei. |
| 1863 | Die dem ganzen mittleren Wynental dienende Bezirksschule wurde von dem damals in Neapel tätigen Unterkulmer Bürger Amedeo Berner ins Leben gerufen. |
| 1871 - 1874 | Die Neuanlage der Böhlerstrasse (Verbindung nach Schöftland) erfolgte. |
| 1874 | Adolf Karrer begann in einer stillgelegten Kundenmühle mit der Fabrikation von Musikdosen. Daraus entstand später die grössste Armaturenfabrik der Schweiz, die heutige KWC AG (vormals AG Karrer, Weber & Cie.). |
| ca. 1890 | Der Getreidebau wich mehr und mehr der Milchwirtschaft, so dass die vorhandenen zwei Kundenmühlen ungefähr 1890 durch die beiden Käsereien Dorf und Wannenhof ersetzt wurden. |
| 1904 | Die Wynentalbahn (früher WTB, heute WSB) wurde in Betrieb genommen, eine direkte Verkehrsverbindung zur Kantonshauptstadt und zum oberen Wynental. |
| 1911 | Mit dem Erwerb des heutigen Gemeindehauses konnten der Gemeindeverwaltung separate Räumlichkeiten zugewiesen werden. |
| 1939 | Das Bezirksschulhaus mit Turnhalle wurde erbaut. |
| 1957 | Die Katholiken, die der Katholischen Kirchgemeinde Reinach-Menziken angehören, liessen in Unterkulm eine eigene Kirche erbauen. |
| 1960 - 1964 | Die Hauptstrasse wurde innerorts ausgebaut und verbreitert. Gleichzeitig wurde im Dorfzentrum zwischen dem Gasthof Sonne und dem Bezirksgebäude ein grosser öffentlicher Parkplatz erstellt. |
| 1961 | Die Sekundarschule wurde eröffnet. |
| 1969 | Der durch private Initiative entstandene Kindergarten konnte eröffnet werden. |
| 1972 | Die Schulanlage Färberacker mit Doppelturnhalle wurde erstellt. |
| 1977 | Der Erweiterungsbau der Bezirksschule konnte mit einem kleinen Jugendfest eingeweiht werden. |
| 1991 | Bezug des neuen Bezirksgebäudes und Auflösung des Mietverhältnisses mit der Gemeinde Unterkulm. |