| 1189 | Tägerig, das um 1160 als «Tegrank» in den Acta Murensia erscheint, wurde am 13. März erstmals urkundlich erwähnt |
| 1315 | Von je her gehörte in den Zwing Tägerig der benachbarte, etwa 100 Meter höher, am Fusse des Rötlers gelegene Weiler Büschikon. Der Name des Hofes taucht zum ersten Mal am 17. Januar 1315 auf. Wernher von Goldau, Schultheiss, und die Bürger von Mellingen urkunden, dass Ulrich der Meyer von Rohrdorf, Bürger zu Mellingen, all seine Liegendes und fahrendes Gut, worunter auch Acker zu «Böschon» und ein Acker zu «Tegrang» an die Meisterin und den Konvent des Gotteshauses von Gnadenthal vergeben habe. Die Frauen von Gnadenthal nehmen ihn dagegen bis zu seinem Tode als Pfründer in ihr Kloster auf |
| 1343 | Der Ort Büschikon wird zum zweiten Mal genannt und zwar diesmal als «Büschinkon» |
| 1529 | Tägerig schloss sich vorübergehend der Reformation an |
| 1627 | Das Dorf wurde von der Pest heimgesucht. Ein steinernes Kreuz beim ehemaligen Lindenplatz erinnert an die vielen Opfer, die dort begraben sein sollen |
| 1653 | Im Bauernkrieg wurde das Dorf ausgeplündert |
| 1656 + 1712 | Auch in den beiden Villmergerkriegen wurde das Dorf ausgeplündert |
| 1669 | Das erste Gotteshaus, mit Standort oben im Dorfe in der Nähe des Lindenplatzes, konnte am 12. Juni durch Weihbischof Georg Sigismund von Konstanz zu Ehren des Patrone St. Antoni und St. Wendel geweiht werden |
| 1778 | Die Kinder von Tägerig genossen in einer Bauernstube erstmals Schulunterricht |
| 1798 | Nach dem Umsturz wurde Tägerig selbständige politische Gemeinde |
| 1807 | Das erste Schulhaus der Gemeinde wurde erbaut |
| 1838 | Vom Freitag auf Samstag, 17. März, erlebte Tägerig eine Schreckensnacht. Ein Dorfbrand vernichtete bis auf wenige Häuser die ganze Siedlung. 507 Personen wurden obdachlos. Ein Teil der Brandgeschädigten musste auswandern. Auch die Kapelle fiel dem grossen Brandunglück zum Opfer. Einziger Zeuge ist noch das gerettete Glöcklein, heute im Türmchen der Lourdes-Kapelle. |
| 1846 | Die Gemeinde baute unten im Dorfe, hauptsächlich in Frondienst der Bürger, die heutige, unter Denkmalschutz stehende Pfarrkirche. Am 26. Juni wurde sie durch Bischof Salzmann von Basel zu Ehren der Patrone Sankt Antonius Eremit und Sankt Wendelin geweiht |
| 1853 | Verkehrsmässiger Anschluss an die Pferdepost Baden-Bremgarten wurde realisiert |
| 1864 | Durch Beschluss des Grossen Rates vom 1. September wurde Tägerig von der alten Mutterkirche Niederwil, und Büschikon vom Sprengel Hägglingen getrennt und zur selbständigen Pfarrei erhoben |
| 1900 | Auf private Initiative wurde die Lourdes-Kapelle mit Kreuzwegstationen auf dem Gütsch errichtet. Die Anlage ist heute Eigentum der Ortsbürgergemeinde Tägerig |
| 1913 | Ein neues, prächtiges Schulhaus wurde eingeweiht |
| 1915 | Seraphin Meier schuf das vorzügliche Dokument «Die Geschichte von Tägerig» |
| 1920 | In den Stuben leuchtete bereits elektrisches Licht |
| 1924 | Die Gemeindewasserversorgung wurde eingeführt |
| 1926 | Es erfolgte der Postauto-Anschluss Mellingen Bremgarten |
| 1955 | Als eine der ersten Gemeinden konnte Tägerig seine Abwässer einer eigenen Kläranlage zuführen. Gleichzeitig erfolgte der Strassenbau mit Trottoirs |
| 1971 | Der erste Kindergarten in der Gemeinde wurde seiner Bestimmung übergeben |
| 1981 | Die Gemeinde errichtete ein Mehrzweckgebäude mit Zivilschutzanlage |
| 1982 | Es erfolgte der Anschluss an den PTT-Bus Baden-Bremgarten |
| 1989 | Zur 800-Jahr-Feier erschin durch die Gemeinde die wertvolle Festschrift «Tägerig, Euses Dorf» |