Kanton Aargau
Aargau
 
   
   
Kanton Aargau / 15 KB
Kanton Basel / 13 KB
Kanton Bern / 15 KB
Kanton Wallis / 19 KB
Kanton Zürich / 10 KB
   
Lexikon / 9 KB
Walter's Site  
 


Sarmenstorf
  
Postleitzahl:5614
Bei-/Übernamen: 
Gemeindebann:830 ha
  
Sarmenstorf
Wappenbeschreibung
In Rot zwei gekreuzte gelbe Pilgerstäbe. - Hergeleitet von der Angelsachsensage, d.h. von den bei Büelisacher ermordeten und in Sarmenstorf begrabenen Pilgern Kaspar von Brunnaschwyl (Brunnschwedel) und Erhart von Sax (Sachsen)

Burgergeschlechter
Baur, Breitenstein, Döbeli, Huber, Hunn, Keller, Koch, Köchli, Kündig, Leuppi, Meier, Melliger, Müller, Ruepp, Saxer, Schmid, Schüepp, Sprunger, Stalder, Stapfer, Stettler, Strebel, Stutz, Vock, Waldburg, Widmer

Nachbargemeinden
Bettwil, Büttikon, Fahrwangen, Hilfikon, Kallern, Meisterschwanden, Seengen, Uezwil

Wohnbevölkerung
Jahr1850190019502000 
Einwohner124012121398  

Chronologie
1173Das im ursprünglichen Kernland der Grafen von Lenzburg gelegene Dorf erscheint urhundlich erstmals im kaiserlichen Schirmbrief von 1173, nachdem bereits in den «Acta Murensia» von ca. 1160 «Sarmenstorf» genannt wird
1185Mit dem Leutpriester Chounradus de Sarmannesdorf tritt die Pfarrei erstmals in Erscheinung
1415Das Hoch- und Blutgericht, 1306 in habsburgischen Händen, kam mit der Eroberung des Aargaus an Luzern
1425Das Hoch und Blutgericht kam unter die Oberhoheit der regierenden Orte
1605Interessante Aufschlüsse über Anlagen und Entwicklung des Dorfes vermittelt die erste Dorfoffnung, in der Recht und Pflichten innerhalb der Dorfgemeinschaft festgelegt wurden
1622Das mittelalterliche Kirchlein wurde zu klein und musste einem Neubau weichen
1778 - 1785Die bestehende Kirchewurde durch eine spätbarocke Pfarrkirche ersetzt
1798Der Solothurner Franz Josef von Roll erklärte seine Untertanen für frei
1798 - 1803In der Helvetik war Sarmenstorf Distriktshauptort des Kantons Baden und wurde mit der Bildung des Kantons Aargau als Kreishauptort dem Bezirk Bremgarten zugeteilt
1803Die Gemeinde baute das erste Schulhaus
1835Die erste Buchdruckerei im Freiamt wurde hier eröffnet
1846Die Gemeinde baute das zweite Schulhaus, in dem bis 1984 auch die Gemeindeverwaltung untergebracht war
1910Eine grosses Strickereiunternehmen brachte der Gemeinde willkommene Arbeitsplätze
1926 - 1927Im «Zigi» wurden mehrere Grabhügel einer einstmals ausgedehnten jungsteinseitlichen Nekropole aus der Zeit um 2200 v.Chr. ausgegraben, auf denen man auch bronzezeitliche Nachbestattungen (um 14 v. Chr.) festgestellt
1929Aus dem ersten nachchistlichen Jahrhundert sind im «Muriooshaus» Reste eines römischen Gutshofes mit einem stattlichen Herrenhaus erhalten, dessen Badeanlage 1929 konserviert worden ist.
1986 - 1988Die Pfarrkirche wurde renoviert

Quellen
Aargau   Heimatkunde für jedermann, 3. Auflage 1979
Die Aargauer Gemeinden 1991
Familiennamenverzeichnis der Schweizer Bürger bis 1861, GHGB, Ausgabe 2003
www.swissfot.ch