Kanton Aargau
Aargau
 
   
   
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Rottenschwil
  
Postleitzahl:8919
Bei-/Übernamen: 
Gemeindebann:449 ha
  
Rottenschwil
Wappenbeschreibung
In Blau über drei weissen Wellen (Reuss) ein weisser Hecht mit sechsstrahligem gelbem Stern im Schildhaupt.

Burgergeschlechter
Abt, Bürgisser, Füglistaller, Grod, Hard, Hausherr, Hoppler, Kretz, Räber, Rüttimann, Sax, Stöckli, Trottmann, Wellinger, Wey, Winterhalder

Nachbargemeinden
Aristau, Besenbüren Hermetschwil-Staffeln, Jonen, Oberlunkhofen, Unterlunkhofen

Wohnbevölkerung
Jahr1850190019502000 
Einwohner518403274  

Chronologie
1281Unter der Bezeichnung Rodolfswile ist die Siedlung erstmals urkundliche erwähnt.
1306In einem habsburgischen Verzeichnis wird die Siedlung mit dem Namen Rotoswile erwähnt.
15. Jhd.Vom 15. Jahrhundert bis zur Französischen Revolution waren Abgaben und Steuern an die Klöster von Muri und Hermetschwil zu leisten. Die Siedler waren froh, wenn sie das aus ihrem kargen Boden herausholen konnten, was sie zum Leben dringend brauchten. Immer wieder wurden sie durch Hochwasser der Reuss um die Früchte ihrer Arbeit gebracht und gerieten oft selbst in grosse Gefahr.
1803Bei der Kantonsgründung zählte die Siedlung 257 Seelen, ohne den Wiler Werd im Süden mit damals mehr als 100 Einwohnern.
Bei der Gründung des Kanton Aargau 1803 wurde den Gemeinden erlaubt, ein eigenes Siegel oder eben Wappen zu führen. Vorher hatte eine Landgemeinde kein eigenes Siegelrecht, dies blieb den Städten vorbehalten.
1811Rottenschwil hatte dem damaligen Regierungsrat ein eigenes Siegel eingereicht. Dies bestand aus einem gelben sechsstrahligen Stern, einem Fisch und dem dreiteiligen Wellenbalken. Zu diesem Zeitpunkt war der Fisch jedoch noch nicht als Hecht zu erkennen, was historische Aufzeichnungen des Siegels beweisen.
1860Diem Talbewohner wurden von der Kantonsregierung erhört. Die Reuss wurde in ein korrigiertes und vertieftes Bett gewiesen.
1872Bei einem zweiten Aufruf durch den Regierungsrat an die Gemeinden, ihr Siegel einzureichen, hat Rottenschwil erneut das bereits 1811 gewählte Siegel nach Aarau gesandt.
1967Rund 35 noch aktive Landwirte und alle übrigen Grundeigentümer beschlossen am 21. April 1967 die Gründung einer Bodenverbesserungsgenossenschaft.Das Werk wurde in die grosse Reusstalmelioration eingebunden, die das Aargauer Volk am 14. Dezember 1969 mit knappem Mehr annahm.
1972Nur ein Jahr nach Inkrafttreten des ersten aargauischen Baugesetzes verfügte man in Rottenschwil schon über ein rechtskräftigen Zonenplan.
1980Die Behausungen gruppieren sich hauptsächlich entlang der Kantonsstrasse, welcheum 1980 nach mehr als 20jähriger Planungszeit massvoll und zweckmässig ausgebaut wurde und die das Dorf auf einer Länge von mehr als 2 Kilometern durchzieht.
2000Eine weitere umfassende Nutzungsplanung konnte abgeschlossen werden, durch welche weiteres Baugebiet erschlossen wurde.
2002Rottenschwil wurde vom Staatsarchiv darauf hingewiesen, dass nach Heraldik-Grundsätzen die Schuppen im Hecht wegzulassen wären. Rottenschwil hat sich mit dieser Änderung im Gemeindewappen einverstanden erklärt, was zum neuen Wappen führte.

Quellen
Aargau   Heimatkunde für jedermann, 3. Auflage 1979
Die Aargauer Gemeinden 1991
Familiennamenverzeichnis der Schweizer Bürger bis 1861, GHGB, Ausgabe 2006
www.swissfot.ch
www.rottenschwil.ch