Kanton Aargau
Aargau
 
   
   
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Remigen
  
Postleitzahl:5236
Bei-/Übernamen: 
Gemeindebann:787 ha
  
Remigen
Wappenbeschreibung
In Rot auf grünem Dreiberg ein weisser steigender Steinbock. - Hergeleitet vom Wappen der um 1300 erloschenen Herren von Remigen, einem habsburgischen Dienstmannengeschlecht.

Burgergeschlechter
Baumann, Bopp, Fehlmann, Fuchs, Geissberger, Hauser, Hinden, Hirt, Keller, Läuchli, Meier, Moser, Notz, Schmid, Schwarz, Siegrist, Süss, Vogt, Wächter

Nachbargemeinden
Gansingen, Hottwil, Monenthal, Oberbözberg, Riniken, Rüfenach, Villigen

Wohnbevölkerung
Jahr1850190019502000 
Einwohner690511511  

Chronologie
ca. 400Als Rom ums Jahr 400 seine Truppen aus den nördlichen Ländern über die Alpen zurückzog, setzten sich heidnische Alemannen in dieser Gegend fest.
727Das Kloster Murbach im Elsass wurde gegründet. Zu den vielen Schenkungen, die Murbach damals aus dem fränkischen Königsgut erhielt, war neben den Höfen von Lunkhofen, Holderbank und Elfingen auch der Hof Rein. Als Hof bezeichnete man damals nicht nur einen Bauernhof, sondern die Grundherrschaft über das ganze Gebiet.
1064Von den Gemeinden des alten ehemaligen Hofes Rein, dem die Dörfer Lauffohr, Stilli, Rüfenach, Villigen und Remigen angehörten, wird der Name Remigen erstmals im Jahre 1064 erwähnt.
1227Die Remiger Ritterfamilie zog fort und siedelte sich im damals neugegründeten habsburgischen Städtchen Bremgarten an. In den Jahren 1261 bis 1284 war dann ein Spross dieses Geschlechtes, Heinrich von Remigen, Abt des damals berühmten Klosters Muri.
1291König Rudolf von Habsburg kaufte den Hof Rein und damit auch Remigen mit all seinen Rechten
1345Königin Agnes von Habsburg verschenkte die Rechte von Rein dem armen Frauenkloster Wittichen im Schwarzwald. Für zwei Jahrhunderte gehörte Rein mit den dazugehörigen Gemeinden jenem fernen Kloster Wittichen, hinten im Kinzigtal.
1460Als die Berner die Herrschaft Schenkenberg eroberten, zu der Rein unter den Habsburgern gehörte, änderte das an den Rechten von Wittichen nichts.
1528Als Bern in seinem ganzen Hoheitsgebiet die Reformation einführte, mussten auch die Witticher Klosterfrauen reformierte Pfarrer nach Rein setzen.
1544Die Besitzungen in Rein und damit auch Remigen wurden an den Grafen Hartmann von Hallwil verkauft
1588Nach dem Tode von Graf Hartmann verkaufte einer seiner Erben den ihm zufallenden Teil der Erbschaft an die Stadt Brugg. Wenig später konnte Brugg von einem zweiten Erben einen weiteren Drittel an den Rechten von Rein erwerben.
1599Bern konnte den letzten Drittel an Rein erwerben
1803Mit der Schaffung des Kantons Aargau hörte der Hof Rein als solcher zu bestehen auf. Die Gemeinden, die dazu gehörten, wurden selbständige Gemeinden des neuen Kantons Aargau und konnten von da weg nicht mehr willkürlich verkauft werden. Aus diesen Jahren datieren auch die ersten Gemeinderatsprotokolle von Remigen.

Quellen
Aargau   Heimatkunde für jedermann, 3. Auflage 1979
Die Aargauer Gemeinden 1991
Familiennamenverzeichnis der Schweizer Bürger bis 1861, GHGB, Ausgabe 2004
www.swissfot.ch