| 1273 | Im habsburgischen Einkünfteverzeichnis unter dem Namen «Muilinon» erstmals urkundlich erwähnt |
| 1308 | Das Dorf gehörte zum Eigenamt der Habsburger und nach 1308 dem Kloster Königsfelden |
| 1415 | Auch nach der Machtübernahme durch Bern konnte das Kloster das Eigenamt weiterhin verwalten |
| 1528 | Erst nach der Selbstauflösung des Klosters, im Zusammenhang mit der Reformation, zog Bern alle Güter und Rechte an sich und machte aus dem Eigenamt eine eigene Vogtei |
| 1528 | Bis zur Reformation 1528 bildete das Eigenamt eine einzige Kirchgemeinde mit einer Kirche in Windisch. Bern bewilligte dann eine eigenständige Pfarrei Birr. Mit Mülligen blieben auch Habsburg, Hausen und Windisch der Kirchgemeinde Windisch zugeteilt. |
| 1668 | In Mülligen fielen 29 Menschen der Pest zum Opfer, was etwa einem Drittel der damaligen Einwohnerschaft entsprach |
| 1769 - 71 | Der weit über die Landesgrenze hinaus bekannte Pädagoge und Erzieher Heinrich Pestalozzi (1746-1827) wohnte mit seiner Familie im «Hof» in Mülligen, bevor er in den «Neuhof» nach Birr übersiedelte |
| 1885 | Ein Grossbrand zestörte in einem Tag 13 Häuser |
| 1886 | Karl Barth (1886-1968), der grosse reformierte Theologe, entstammte einer Mülliger Familie. Nach Lehraufträgen an den Universitäten
Göttingen, Münster und Bonn wurde er 1935 als Professor für Dogmatik an die Universität Basel berufen |
| 1897 | Die Mühle an der Reuss ist ein wesentlicher Bestandteil der Dorfgeschichte. Dank eigenen Quellen war der Mühlebetrieb vom
Reusswasser unabhängig. Schon früh existierte in der Mühle eine Wirtschaft, die bis ins 19. Jahrhundert die einzige
im Dorf war. 1897 kaufte die Gemeinde Windisch die Mühle mit zugehörigem Land an der Reuss für 56000 Franken, zur Sicherung
ihrer Wasserversorgung. |
| 1914 | Der Mühlebetrieb wurde eingestellt. Die Wirtsleute zur Mühle hatten bis 1940 den Fährbetrieb zwischen Mülligen und Birmenstorf sicherzustellen. Danach einstand eine Militärholzbrücke |
| 1949 | Die Holzbrücke wurde durch eine Betonbrücke ersetzt |
| 1958 | Das Dorf erhielt als eine der ersten Gemeinden im Kanton Aargau eine mechanische Kläranlage |
| 1961 | Gemeindehaus und Schulhaus wurden erstellt |
| 1973 | An der Dorfschule wurden bis 1973 alle acht Grundschulklassen geführt. Seither werden hier nur noch die ersten fünf Klassen der Primarschuleunterrichtet, denn ab dem 6. Schuljahr besuchen die Kinder die Real-, Sekundar- und Bezirksschule in Windisch |
| 1973 | Ein Kindergarten wurde gebaut |
| 1976 | Die Feuerwehr erhielt ein neues Feuerwehrmagazin. Im selben Jahr erfolgte der Beitritt von Mülligen zum Gemeindeverband Regionale Wasserversorgung Birrfeld (REWA) |
| 1980 | Die bisherige Kläranlage wurde durch eine wirkungsvollere (mechanisch-biologische) ersetzt |
| 1985 | Das Mehrzweckgebäude - ein Bauwerk für 3 Millionen Franken - konnte der Öffentlichkeit übergeben werden |
| 1988 | Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit wurde der Radweg von Mülligen nach Windisch eröffnet |
| 1990 | Gab es zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Dorf ca. 50 Bauernbetriebe, so waren es 1990 noch deren 5 |