Kanton Aargau
Aargau
 
   
   
Kanton Aargau / 15 KB
Kanton Basel / 13 KB
Kanton Bern / 15 KB
Kanton Wallis / 19 KB
Kanton Zürich / 10 KB
   
Lexikon / 9 KB
Walter's Site  
 


Mülligen
  
Postleitzahl:5243
Bei-/Übernamen: 
Gemeindebann:316 ha
  
Mülligen
Wappenbeschreibung
In Gelb über grünem Dreiberg ein schwarzes Mühlrad. - Hergeleitet vom Wappen der Herren Mülingen

Burgergeschlechter
Barth, Baumann, Grimm, Knecht, Rinderknecht, Rüegger, Schneider, Schwarz

Nachbargemeinden
Birmensdorf, Birrhard, Hausen, Lupfig, Windisch

Wohnbevölkerung
Jahr1850190019502000 
Einwohner397374377  

Chronologie
1273Im habsburgischen Einkünfteverzeichnis unter dem Namen «Muilinon» erstmals urkundlich erwähnt
1308Das Dorf gehörte zum Eigenamt der Habsburger und nach 1308 dem Kloster Königsfelden
1415Auch nach der Machtübernahme durch Bern konnte das Kloster das Eigenamt weiterhin verwalten
1528Erst nach der Selbstauflösung des Klosters, im Zusammenhang mit der Reformation, zog Bern alle Güter und Rechte an sich und machte aus dem Eigenamt eine eigene Vogtei
1528Bis zur Reformation 1528 bildete das Eigenamt eine einzige Kirchgemeinde mit einer Kirche in Windisch. Bern bewilligte dann eine eigenständige Pfarrei Birr. Mit Mülligen blieben auch Habsburg, Hausen und Windisch der Kirchgemeinde Windisch zugeteilt.
1668In Mülligen fielen 29 Menschen der Pest zum Opfer, was etwa einem Drittel der damaligen Einwohnerschaft entsprach
1769 - 71Der weit über die Landesgrenze hinaus bekannte Pädagoge und Erzieher Heinrich Pestalozzi (1746-1827) wohnte mit seiner Familie im «Hof» in Mülligen, bevor er in den «Neuhof» nach Birr übersiedelte
1885Ein Grossbrand zestörte in einem Tag 13 Häuser
1886Karl Barth (1886-1968), der grosse reformierte Theologe, entstammte einer Mülliger Familie. Nach Lehraufträgen an den Universitäten Göttingen, Münster und Bonn wurde er 1935 als Professor für Dogmatik an die Universität Basel berufen
1897Die Mühle an der Reuss ist ein wesentlicher Bestandteil der Dorfgeschichte. Dank eigenen Quellen war der Mühlebetrieb vom Reusswasser unabhängig. Schon früh existierte in der Mühle eine Wirtschaft, die bis ins 19. Jahrhundert die einzige im Dorf war. 1897 kaufte die Gemeinde Windisch die Mühle mit zugehörigem Land an der Reuss für 56000 Franken, zur Sicherung ihrer Wasserversorgung.
1914Der Mühlebetrieb wurde eingestellt. Die Wirtsleute zur Mühle hatten bis 1940 den Fährbetrieb zwischen Mülligen und Birmenstorf sicherzustellen. Danach einstand eine Militärholzbrücke
1949Die Holzbrücke wurde durch eine Betonbrücke ersetzt
1958Das Dorf erhielt als eine der ersten Gemeinden im Kanton Aargau eine mechanische Kläranlage
1961Gemeindehaus und Schulhaus wurden erstellt
1973An der Dorfschule wurden bis 1973 alle acht Grundschulklassen geführt. Seither werden hier nur noch die ersten fünf Klassen der Primarschuleunterrichtet, denn ab dem 6. Schuljahr besuchen die Kinder die Real-, Sekundar- und Bezirksschule in Windisch
1973Ein Kindergarten wurde gebaut
1976Die Feuerwehr erhielt ein neues Feuerwehrmagazin. Im selben Jahr erfolgte der Beitritt von Mülligen zum Gemeindeverband Regionale Wasserversorgung Birrfeld (REWA)
1980Die bisherige Kläranlage wurde durch eine wirkungsvollere (mechanisch-biologische) ersetzt
1985Das Mehrzweckgebäude - ein Bauwerk für 3 Millionen Franken - konnte der Öffentlichkeit übergeben werden
1988Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit wurde der Radweg von Mülligen nach Windisch eröffnet
1990Gab es zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Dorf ca. 50 Bauernbetriebe, so waren es 1990 noch deren 5

Quellen
Aargau   Heimatkunde für jedermann, 3. Auflage 1979
Die Aargauer Gemeinden 1991
Familiennamenverzeichnis der Schweizer Bürger bis 1861, GHGB, Ausgabe 2004
www.swissfot.ch