| 1290 | Die Geschichte des Dorfes ist eng mit derjenigen des Schlosses verbunden. Das Schloss ist der Stammsitz eines gleichnamigen Rittergschlechtes, dessen erste bekannte Vertreter Marchwardus und Arnoldus de Hilfikon um 1290 bezeugt sind. Das Wappen - ein turmtragender Elephant - ist mehrfah überliefert |
| 1472 | Burg und Herrschaft waren vorübergehend im Besitze von Berchtold VII. Schwend von Zürich |
| 1498 | Später gelangte das Reichslehen an Hans von Seengen, Vogt zu Kaiserstuhl, der 1498 als Schlossherr von Hilfikon bezeugt ist |
| 1500 | Um diese Zeit ging der Besitz an den Luzerner Junker Melchior zur Gilgen über, der Ritter des Hl. Grabes war und 1510 die Schlosskapelle erbaute |
| 1514 | Junker Melchior erwarb noch die Vogtei Sarmenstorf und verband sie mit der Schlossherrschaft |
| 1518 | Zur Gilgen ersuchte den damaligen Bürgermeister von Zürich, Felix Schmid, um Erteilung des Reichslehen, des Schlosses Hilfikon, samt Gerichten. Seinem Wunsche wurde entsprochen, doch ereilte ihn schon im folgenden Jahr der Tod |
| 1542 | Der Bürgermeister von Zürich hat, als Vertreter des Reiches, Aurelian zur Gilgen mit der Schlossherrschaft belehnt |
| 1547 | Verhandlungen über den Ankauf des Schlosses, die die Abgesandten der eidgenössischen Orte mit der Familie zur Gilgen führten, zerschlugen sich an der Höhe des Kaufpreises |
| 1628 | Aurelian zur Gilgen verkaufte die Schlossherrschaft an den Landammann Johann Lussi von Unterwalden, welcher 1635 durch den Rat der Stadt Zürich mit dem Reichslehen belehnt wurde |
| 1644 | Die Brüder Sebastian Bilgerin und Johann Franz Zwyer von Evebach zu Silenen im Kanton Uri erwarben den ganzen Besitz |
| 1656 | Im ersten Villmergerkrieg erlebten Schloss und Herrschaft turbulente Zeiten |
| 1712 | In der zweiten Schlacht von Villmergen hilt sich der katholische Generalstab im Schloss auf |
| 1723 | Der letzte männliche Nachlomme, Franz Sebastian, starb |
| 1743 | Die Herrschaft Hilfikon kam durch Heirat an Joseph Leodegar Bartholomäus Tschudi von Glarus. Damals gehörten zu dieser Herrschaft 103 Haushaltungen innerhalb und 22 ausserhalb der Herrschaftsgrenze |
| 1749 | Franz Viktor Augustin Freiherr von Roll zu Emmerholz, Ritter des Hl. Grabes, Stadtvenner zu Solothurn, wurde Schlossbesitzer |
| 1798 | In Hilfikon wurden 119 Einwohner gezählt |
| 1832 | Bis zu diesem Jahr blieben die von Roll «Herren von Hilfikon». In diesem Jahr verkaufte Ludwig von Roll Schloss und Güter an Louis de Domgermain in Metz. Den Erlös verwendete er für den Ausbau der von ihm gegründeten Eisenwerke in Gerlafingen |
| 1893 | Das erste Privattelefon wurde eingerichtet |
| 1904 | Die Wasserversorgung wurde errichtet |
| 1907 - 1935 | Major Hermann Nabholz- von Grabow war iin dieser Zeit Schlossbesitzer |
| 1983 | Das neue Gemeindehaus/Mehrzweckgebäude konnte eingeweiht werden |
| 1990 | Die Feuerwehr konnte ihr neues Feuerwehrlokal einweihen und ein Occasionsfeuerwehrfahrzeug als erstes der Feuerwehr Hilfikon gehörende Fahrzeug in Betrieb nehmen |
| 1909 | Die öffentliche Schprechstation (Telefon) wurde eingerichtet |