Kanton Aargau
Aargau
 
   
   
Kanton Aargau / 15 KB
Kanton Basel / 13 KB
Kanton Bern / 15 KB
Kanton Wallis / 19 KB
Kanton Zürich / 10 KB
   
Lexikon / 9 KB
Walter's Site  
 


Hilfikon
  
Postleitzahl:5613
Bei-/Übernamen: 
Gemeindebann:172 ha
  
Hilfikon
Wappenbeschreibung
In Weiss ein schwarzer Elefant mit gelben Stosszähnen gelbem Gurt mit rotem Turm. - Herkunft: Wappen der Herren von Hilfikon

Burgergeschlechter
Brunner, Meyer, Wanderon

Nachbargemeinden
Büttikon, Sarmenstorf, Seengen, Villmergen

Wohnbevölkerung
Jahr1850190019502000 
Einwohner159179172  

Chronologie
1290Die Geschichte des Dorfes ist eng mit derjenigen des Schlosses verbunden. Das Schloss ist der Stammsitz eines gleichnamigen Rittergschlechtes, dessen erste bekannte Vertreter Marchwardus und Arnoldus de Hilfikon um 1290 bezeugt sind. Das Wappen - ein turmtragender Elephant - ist mehrfah überliefert
1472Burg und Herrschaft waren vorübergehend im Besitze von Berchtold VII. Schwend von Zürich
1498Später gelangte das Reichslehen an Hans von Seengen, Vogt zu Kaiserstuhl, der 1498 als Schlossherr von Hilfikon bezeugt ist
1500Um diese Zeit ging der Besitz an den Luzerner Junker Melchior zur Gilgen über, der Ritter des Hl. Grabes war und 1510 die Schlosskapelle erbaute
1514Junker Melchior erwarb noch die Vogtei Sarmenstorf und verband sie mit der Schlossherrschaft
1518Zur Gilgen ersuchte den damaligen Bürgermeister von Zürich, Felix Schmid, um Erteilung des Reichslehen, des Schlosses Hilfikon, samt Gerichten. Seinem Wunsche wurde entsprochen, doch ereilte ihn schon im folgenden Jahr der Tod
1542Der Bürgermeister von Zürich hat, als Vertreter des Reiches, Aurelian zur Gilgen mit der Schlossherrschaft belehnt
1547Verhandlungen über den Ankauf des Schlosses, die die Abgesandten der eidgenössischen Orte mit der Familie zur Gilgen führten, zerschlugen sich an der Höhe des Kaufpreises
1628Aurelian zur Gilgen verkaufte die Schlossherrschaft an den Landammann Johann Lussi von Unterwalden, welcher 1635 durch den Rat der Stadt Zürich mit dem Reichslehen belehnt wurde
1644Die Brüder Sebastian Bilgerin und Johann Franz Zwyer von Evebach zu Silenen im Kanton Uri erwarben den ganzen Besitz
1656Im ersten Villmergerkrieg erlebten Schloss und Herrschaft turbulente Zeiten
1712In der zweiten Schlacht von Villmergen hilt sich der katholische Generalstab im Schloss auf
1723Der letzte männliche Nachlomme, Franz Sebastian, starb
1743Die Herrschaft Hilfikon kam durch Heirat an Joseph Leodegar Bartholomäus Tschudi von Glarus. Damals gehörten zu dieser Herrschaft 103 Haushaltungen innerhalb und 22 ausserhalb der Herrschaftsgrenze
1749Franz Viktor Augustin Freiherr von Roll zu Emmerholz, Ritter des Hl. Grabes, Stadtvenner zu Solothurn, wurde Schlossbesitzer
1798In Hilfikon wurden 119 Einwohner gezählt
1832Bis zu diesem Jahr blieben die von Roll «Herren von Hilfikon». In diesem Jahr verkaufte Ludwig von Roll Schloss und Güter an Louis de Domgermain in Metz. Den Erlös verwendete er für den Ausbau der von ihm gegründeten Eisenwerke in Gerlafingen
1893Das erste Privattelefon wurde eingerichtet
1904Die Wasserversorgung wurde errichtet
1907 - 1935Major Hermann Nabholz- von Grabow war iin dieser Zeit Schlossbesitzer
1983Das neue Gemeindehaus/Mehrzweckgebäude konnte eingeweiht werden
1990Die Feuerwehr konnte ihr neues Feuerwehrlokal einweihen und ein Occasionsfeuerwehrfahrzeug als erstes der Feuerwehr Hilfikon gehörende Fahrzeug in Betrieb nehmen
1909Die öffentliche Schprechstation (Telefon) wurde eingerichtet

Quellen
Aargau   Heimatkunde für jedermann, 3. Auflage 1979
Die Aargauer Gemeinden 1991
Familiennamenverzeichnis der Schweizer Bürger bis 1861, GHGB, Ausgabe 2003
www.swissfot.ch