| 1070/90 | Boniswil scheint ursprünglich eine weitgehend geschlossene Besitzung der Freiherren von Wolhusen gewesen zu sein, der auch der Schwaderhof und Richartswile südwestlich von Alliswil anhingen.
Um 1070/90 wurde der ganze Komplex von Abt Seliger von Wolhusen dem Kloster Einsiedeln vergabt. |
| 13. Jhd. | Die Vogtei über das ganze Dorf, mit Einschluss des Niedergerichtes, gelangte wohl schon im 13. Jahrhundert an die Herren von Rinach. |
| 1275 | Erste urkundliche Erwähnung. |
| 1360 | Vermutlich noch die Freiherren von Wohlhusen stifteten im heutigen Dorfteil «Chappele» eine nun verschwundene Kapelle. Diese war um 1360 Filiale von Seengen. Der Altar der Kapelle war der seligen Jungfrau Maria und dem heiligen Blasius gewiht. Nach der Reformation wurde die Kapelle in ein Wohnhaus umgestalltet. |
| 15. Jhd. | Zu Beginn des 15. Jahrhunderts wurde Boniswil Bestandteil der an die Rinach gekommenen Herrschaft Trostburg, die 1486 in hallwilschen und 1616 in bernischen Besitz überging. |
| 1415 | Die Gemeinde lag im Machtbereich der Stadt Bern. |
| 1429 | Schon zu dieser Zeit ist in Boniswil eine Mühle bezeugt. Diese lag ursprünglich am Dorfbach und wurde um 1515 von den Twingherren auf Trostburg an der heutigen (1990) Stelle neu errichtet. |
| 18. Jhd. | Die Baumwollindustrie brachte Verdienst ins Dorf. Boniswil wurde zu einem wichtigen Umschlagplatz der Baumwollindustrie.. 1755 betrug die Jahresproduktion 10818 Tücher. |
| 1750 | Um diese Zeit erhiel Boniswil eine eigene Schule. |
| 1770/73 | Die ehemalige Mühle, gegen die Seetalstrasse hin einen offenen Hof bildende Anlage, erhielt ihr heutiges (1990) Aussehen. |
| 1786/87 | Es wurden noch 3943 Tücher abgeliefert. Das Dorf stand bei der Erhebung über abgelieferte Tücher an fünfter Stelle in der Landvogtei Lenzburg. In Boniswil waren zeitweise 515 Spinner und 159 eber beschäftigt. |
| 19. Jhd. | In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die Tuchindustrie durch die Strohindustrie abgelöst. In beiden Industriezweigen gab es Heimarbeiter, die nebenbei noch Landwirtschaft betrieben, wie selbständige Unternehmungen. |
| 1815 | Einsiedeln bezog etwa drei Fünftel aller Bodenzinsen in Boniswil. |
| 1842 | Das Oberdorf war bis 1842 nach Leutwil kirchgenössig. |
| 1870 | Um diese Zeit entstanden zwei Weinhandlungen. |
| 1883 | Die Eröffnung der Seetalbahn brachte der Talschaft wirtschaftlichen Aufschwung. |
| 1884 | Die Tabakindustrie hiel Einzug. |
| 1903 | Die Gemeinde baute ein neues Schulhaus. Das alte Schulhaus befindet sich an der Seengerstrasse. |
| 1929 | Die Ortsbürgergemeinde beschloss die Rodung des Eichholzes. Parzellen von ca. vier Aren wurden an Interessenten abgegeben. Diese machten das Land urbar und konnten dafür das Landstück drei Jahre gratis nutzen. |
| 1931 | Im November wurde der alte Bahnhof Boniswil-Seengen durch ein neues und grösseres Stationsgebäude ersetzt. |
| 1937 | Neben dem Schulhaus wurde eine Turnhalle gebaut. |
| 1951 | Die Bautätigkeit im Dorf nahm einen grossen Aufschwung. Der Charakter des Dorfes konnte trotz vieler Neubauten und den neu zugezogenen Einwohnern erhalten bleiben. |
| 1978 | Ein Mehrzweckgebäude mit zusätzlichen grosszügigen Räumlichkeiten für Feuerwehr, Luftschutz und Militär wurde erstellt. |
| 1990 | Boniswil zählt vier kleinere Fabriken, sieben Gewerbe- und Baubetriebe, vier Ladengeschäfte und vier Restaurants. Noch sechs Bauernbetriebe bewirtschaften ihr Land. |