Kanton Aargau
Aargau
 
   
   
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Benzenschwil
  
Postleitzahl:5636
Bei-/Übernamen:Benzingütterli
Gemeindebann:246 ha
  
Benzenschwil
Wappenbeschreibung
In Blau ein aus dem linken Schildrand wachsender Arn mit gelbem Ärmel und weisser Manschette, in der fleischfarbenen Hand einen weissen Bohrer mit gelbem Griff haltend. Herkunft: Siegel des Amtes Merenschwand, das seit 1394 zu Luzern gehörte. Der Bohrer ist Attribut des hl. Leodegar, Kirchenpatron zu Luzern.

Burgergeschlechter
Brun, Bühlmann, Feer, Fischer, Klausner, Räber, Vollenweider

Nachbargemeinden
Beinwil, Geltwil, Merenschwand, Mühlau, Muri

Wohnbevölkerung
Jahr1850190019502000 
Einwohner324308346  

Chronologie
1189Erste urkundliche Erwähnung. In einer Urkunde aus diesem Jahr, in der Papst Klemens III. Muri Schutz und Privilegien verlieh, sind die Besitztümer des Klosters Muri aufgelistet. Darin ist unter anderem auch das «predium Penziswile» erwähnt.
1799Durch eine Feuersbrunst verloren 13 Haushaltungen ihr Obdach und den grössten Teil ihrer Habseligkeiten. Der Schaden wurde damals auf 39'710 Florin oder zum Gegenwert von 1932 rund Fr. 600'000.- geschätzt.
1803Am 16. April brannte das Dorf zum zweitenmal. Innert kurzer Zeit verloren 112 Personen aus 19 Haushaltungen ihre Häuser, Scheunen und Speicher und fast alle Fahrhabe. Der Schaden betrug 49'627 Louisdor oder zum Gegenwert von 1932 rund Fr. 500'000.-.
1803Am 12. März musste die Regierung des Kantons Luzern hinnehmen, dass das Amt Merenschwand und damit auch Benzenschwil dem Kanton Aargau zugeteilt wurde. Zwei Tage später unterschrieb auch der Kanton Aargau die endgültige Kreiseinteilung, die von Kaiser Napoleon diktiert wurde. Das Amt Merenschwand wurde mit dem Kanton Aargau vereinigt und dem bisherigen Bezirk Muri angeschlossen.
1811Am 22. August erteilte das Departement des Inneren Benzenschwil die Bewilligung, in ökonomischer und politischer Hinsicht eine eigene Gemeinde zu bilden. Kurz darauf begannen die Verhandlungen mit Ausschüssen der Dorfschaften Merenschwand, Rüti, Rickenbach und Bunau, Hagnau, Schoren und Kestenberg wegen der politischen Trennung und der Aufteilung des Gemeindegutes. Im Verlaufe dieser Verhandlungen wurden die Brenzschwiler mehrfach aufgefordert, auf die politische Trennung zu verzichten.
1813Am 11. August konnte das Einigungsprotokoll unterzeichnet werden, was die Trennung von Merenschwand besiegelte. Eigene Gemeinderatsprotokolle finden sich im Gemeindearchiv allerdings erst ab dem Jahre 1816.
1853Ein Schulhaus wurde erstellt.
1975Ein neues Schulhaus wurde erbaut.
1977Das Feuerwehrlokal wurde bereit gestellt.
1989Die Dorfvereine organisierten eine grossartige 800-Jahr-Feier zum Gedenken an die erste urkundliche Erwähnung des Drfes. Zu diesem Anlass wurde eine umfangreiche Dorfchronik herausgegeben. Verfasst wurde sie von Martha Vollenweider und Peter Klausner.
1998Die Stimmbürger haben einen Kredit von 3.6 Mio Franken für Sanierung und Ausbau der öffentlichen Gebäude bewilligt.

Quellen
Aargau   Heimatkunde für jedermann, 3. Auflage 1979
Die Aargauer Gemeinden 1991
Familiennamenverzeichnis der Schweizer Bürger bis 1861, GHGB, Ausgabe 2006
www.swissfot.ch