Kanton Aargau
Aargau
 
   
   
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Aristau
  
Postleitzahl:5628
Bei-/Übernamen: 
Gemeindebann:863 ha
  
Aristau
Wappenbeschreibung
In Rot über gewölbtem Boden weisser Turm mit drei Zinnen, begleitet von zwei weissen sechsstrahligen Sternen. - Hergeleitet vom Wappen der ehemaligen Twingherren von Aristau, den Rittern von Barro (Baar).

Burgergeschlechter
Bachmann, Feuchter, Frey, Gilg, Hausherr, Kretz, Küng, Lang, Laubacher, Lukas, Meier, Melliger, Meyer, Rast, Rey, Sennrich, Stäger, Staubli, Stierli, Stöckli, Stöckly, Strebel, Waltenspül, Wicki

Nachbargemeinden
Besenbüren, Boswil, Jonen, Merenschwand, Muri, Ottenbach, Rottenschwil

Wohnbevölkerung
Jahr1850190019502000 
Einwohner937753785  

Chronologie
1153Erste urkundliche Erwähnung (Arnestowo).
1351Im dreizehnten Jahrhundert besassen die Herren von Baar im heutigen Gemeindegebiet Güter. 1351 gingen deren Güter in Aristau, Althäusern und Birri an Ritter Hartmann von Heidegg.
1386In Aristau stand ein Burgturm, der mit einer Ringmauer umgeben war. 1386 zerstörten die Luzerner und Zürcher diesen Turm. Übrig blieb nur die Burgkapelle, die heutige Johanneskapelle, die ein besonderes Schmuckstück von Aristau darstellt. Im gleichen Jahr ging der Baumgarten vor dem Turm ans Kloster Hermetchwil.
1429Der «burgstal» gehörte dem Kloster Muri, das auch die niedere Gerichtsbarkeit ausübte. Aristau war während Jahrhunderten eng mit der Geschichte des Klosters Muri verbunden. Noch heute (1990) zeugen Bauten in der Gemeinde vom einstigen Einfluss des Klosters.
1816Als Gesamtgemeinde gebildet aus den Ortschaften Holzhof, Birri, Schwettihof, Althäusern, Bühlmühle, Gizlen und Kapf.
1942Kirchlich war Aristau lange Zeit ans Klosterdorf Muri gebunden. Erst 1942 gründete die Reusstalgemeinde eine eigene Kirchgemeinde und erstellte eine neue Kirche, die dem heiligen Wendelin geweiht ist.
1990- Das Dorf ist von der Landwirtschaft geprägt. Zwei Käsereigenossenschaften verwerten die Milch vor allem zu Emmentalerkäse. Neben der Landwirtschaft ist auch Kleingewerbe vorhanden. Für die Deckung des täglichen Bedarfs steht lediglich ein Lebensmittelladen zur Verfügung. Bäckerei und Metzgerei sind schon längst aus dem Dorfbild verschwunden. Die Postautolinien Bremgarten (ab ca. 1992 Wohlen)-Muri und Muri-Affoltern a.A. bedienen die Gemeinde. - Kindergarten und Primarschule bis zur 5. Klasse werden in Aristau geführt. In Merenschwand und Muri besuchen die Aristauer Schüler die Real- und die Sekundarschule. Die Gemeinde ist Mitglied des Verbandes Kreisbezirksschule Muri, welche die Bezirksschule in Muri führt.

Quellen
Aargau   Heimatkunde für jedermann, 3. Auflage 1979
Die Aargauer Gemeinden 1991
Familiennamenverzeichnis der Schweizer Bürger bis 1861, GHGB, Ausgabe 2006
www.swissfot.ch